Das Klima in der Familie ist unangenehm, unbequem bis schmerzhaft. Das eigene Blut kämpft gegen das eigene Blut. Eltern versus Kind.

Was sollen sie tun? Fliehen? Bleiben? Lösungen suchen? Oder einfach alles so lassen, wie es ist?

Oft nehmen Eltern und ihre Kinder nicht wahr, was bei familiären Problemen in ihrer Beziehung passiert und wieso sie sich so fühlen, wie sich sich fühlen.

Auf der einen Seite ist es das eigene Blut, das die Familienmitglieder verbindet. Auf der anderen Seite ist ein Kampf der Familienmuster und die Bemühung, wieder alles zu vereinigen, wieder alles in Ordnung zu bringen, damit Ruhe herrscht und alles so funktioniert, wie es sollte.

Was passiert hier eigentlich? Das Elternteil ist verletzt, kämpft um das eigene Territorium, Aufmerksamkeit, Anerkennung, Liebe und Respekt. Aber es ist ein vergeblicher Kampf. Anerkennung, Liebe und Respekt geben Kinder ihren Eltern automatisch, wenn das Kind diese Qualitäten von den Eltern bekommt und sie können nicht wahrhaftig erzwungen und erkämpft werden.

Der größte Feind im Kampf gegen die eigenen alten Muster und Verletzungen wird, paradoxerweise, das eigene Kind. In dieser Situation wird nicht zwischen einem Kind und einem Erwachsenen unterschieden. Sobald alte Wunden belebt werden, handeln die Eltern nicht aus ihre Position als Erwachsene, sondern aus den alten Wunden ihrer eigenen Kindheit, die nun zutage treten. Das Elternteil ist von der Wut der Vergangenheit ergriffen. Das Kind ist von der eigenen Wut ergriffen. Wir haben hier einen Kampf der Kinder. Leider ist dies kein seltener Anblick.

Die alten Wunden der Eltern sind ein realer Bestandteil ihrer inneren Welt. Dieses Teil trägt vergangene Verletzungen, Traumata und alte, nicht verarbeitete Erinnerungen in sich. Diese Nichtverarbeitung stoppt den natürlichen Ausdruck und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit  gestoppt.

Ein Kind kann die Traumata nicht verarbeiten, weil ihm die dafür notwendigen Kapazitäten fehlen. Wenn solche Situationen und Erinnerungen nicht verarbeitet werden, bleiben diese schmerzhaften Erinnerungen auf den Schultern der Person zurück und beeinflussen aus dem Unterbewusstsein ihre Entscheidungen. Diese Person erträgt viel, aber zu viel Gewicht tut dem Leben nicht gut. Es mangelt ihr im Leben an Freude, Spontanität, und Kreativität. Der Kontakt mit den anderen Menschen wird schwieriger und nicht erfüllend. Die Person nimmt viele Situationen viel zu persönlich und es ist sehr schwierig, sich von diesen unangenehmen Empfindungen zu lösen. Das eigene Kind bringt ständig neue Herausforderungen für die Eltern, die sie bis zu den Knochen berühren. Sich selbst zu beherrschen und gleichzeitig gute Eltern zu sein, ist keine einfache Arbeit.

Neigt ein Elternteil bei Konfrontationen zur Flucht und lehnt die Kommunikation über emotionale Angelegenheiten ab, werden die alten Wunden, in der Konfrontation mit dem sich frei ausdrückenden Kind, umso schmerzhafter. Das Verhalten, die Anforderungen und das emotionale Erleben des eigenen Kindes ist in bestimmten Momenten für die Eltern zu anstrengend. Sie fühlen sich nicht wohl und tendieren dazu, das Kind zu dirigieren, zurechtzuweisen, ihm direktive Anweisungen statt didaktive Ratschläge zu geben oder es direkt physisch und emotional zu manipulieren.

Wenn das Kind schon älter ist und besser gegenargumentieren kann, kommt es nicht selten zum Streit. Beide Seiten vertreten und verteidigen die eigene Wahrheit, eigene Idee, Lösung oder den eigenen Blickwinkel. Es gibt keinen Platz für gegenseitiges Verständnis. Beide wollen aus dieser unangenehmen Situation fliehen. Das Kind wünscht sich aus dem Haus weg zu sein…Das Elternteil wünscht sich das Gleiche oder im Gegenteil – es verlangt Respekt und versucht, die Situation wieder gutzumachen Oft rutschen Eltern in solchen Situationen in die emotionale Erpressung ab. Das Kind bleibt. Allerdings nicht weil es das selbst will, sondern weil ihm das Elternteil leid tut und es sich selbst schuldig fühlt.

 

Eine emotionale Erpressung von Eltern ist ihr Weg, um mehr von dem Kind zu bekommen, als das Kind in so einer Situation geben kann.

 

Wurde nicht in jeder Entwicklungsphase des Kindes eine gute Beziehung aufgebaut, wird die Beziehung zwischen Eltern und Kind hinken. Sich im Gewirr der alten Muster, Interessen und Prioritäten auszukennen, ist eine schwierige Aufgabe. Jeder hat in der Familie einen eigenen Platz, eine eigene, von den anderen Familienmitgliedern vorgeschriebene Rolle. Um in dieser Familienkonstellation zu bleiben, verlangt die Familien vom Kind unterbewusst eine gewisse Gehorsamkeit, um in dieser Rolle zu verbleiben. Nicht immer ist allerdings diese Rolle für einen Menschen nutzbringend. Entscheidet sich die Person durch die eigene Entwicklung, sich davon zu lösen, bewegt sich die gesamte Familienkonstellation.

Auf der Beziehungsebene kann dies unterschiedlichen Folgen mit sich bringen. Es ist gut zu wissen, dass die eigene Freiheit auf der persönlichen Ebene heißt, sich zu erlauben glücklicher zu sein, als es euch die eigene Familie erlaubt hat. Mehr Freude zu erleben, als es euch in der Kindheit erlaubt wurde. Sich selbst mehr Liebe zu geben, als euch in der Kindheit gespiegelt wurde. Seiten von euch selbst zu akzeptieren, die in der eigenen Familie nicht akzeptiert wurden. Mutiger kreieren, als es euch jemals erlaubt wurde. Sich für Gedanken außerhalb des Familienrahmens und der Familienmuster zu entscheiden.

Wenn ein Mensch mit der Lösung seiner Probleme bis zu dem Zeitpunkt abgewartet hat, bis das eigene Kind diese Probleme in ihm hoch gerufen hat, ist es nicht fair und zielführend, dies dem Kind anzulasten. Das Kind trägt ursprünglich nie die Verantwortung dafür. Ein großes Problem hat sich, auch in der mildesten Form schon viel früher gezeigt, wurde aber nicht ernsthaft genug betrachtet. Anders gesagt, wenn ihr auf große Impulse wartet, um einen Schritt zu machen, dann werden diese auch irgendwann unweigerlich kommen. Wenn ihr aber auch die mildesten Impulse wahrnehmt, wird eure Reise, zumindest in bestimmten Phasen, viel ruhiger.

Wenn das eigene Leiden, wie zum Beispiel Ängste, Unsicherheiten, Unzufriedenheit in Beziehungen oder im Job, kein ausreichender Grund für euch ist, an euch selbst zu arbeiten, kommt dieses Leiden durch die Außenwelt in verschiedenen Formen auf euch zurück, mit der ihr euch schon konfrontieren müsst. Diese Form kann durchaus durch den eigenen Nachwuchs kommen. Das, was ihr bisher nicht lösen wolltet, könnt ihr nicht mehr übersehen, weil dadurch nicht nur ihr selbst, sondern jetzt auch euer Kind leidet. Für eine Veränderung zum Besseren ist es nie zu spät. Wichtig ist, die eigene Verantwortung für die Situation in der Familie durch das eigene Handeln, wahrzunehmen und diese zu übernehmen.

 

Wenn Eltern ihrem Kind, das gewisse Auffälligkeiten aufweist, helfen wollen, müssen sie bereit sein, etwas in sich selbst zu verändern. Mit der KOPS Method® sehen wir sehr genau, warum die Situation so ist, wie sie ist. Das Kind reagiert auf die alten Muster der Eltern und spiegelt ihnen diese wieder, indem es verschiedene Formen von Auffälligkeiten aufweist.

Meistens läuft es darauf hinaus, dass die Eltern an sich selbst arbeiten müssen. Dadurch verschwinden die beunruhigenden Symptome des Kindes. Macht euch das Verhalten eures Kindes oder die schwierige Beziehung mit eurem Kind zu schaffen? Findet heraus warum und löst diese Probleme gezielt und schnell auf. Macht euch selber zu schaffen. Mit der KOPS Method® geht dies auf einen schnellen, nicht invasiven und nachhaltigem Weg.

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